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Wasser als Energiespender

Einer der großartigen Vorträge, die ich vergangenes Wochenende (13./14.05) in London auf der Cranio-Konferenz gesehen habe. http://breathoflifeconference.co.uk/

 

Dr. Gerald Pollack, ein biomedizinischer Wissenschaftler, (USA) und sein Team haben herausgefunden, dass es einen vierten Aggregats-Zustand von Wasser gibt - neben Flüssig, Eis und Dampf. Er nennt dieses Wasser EZ-Wasser (Exklusions-Zonen Wasser) und Wasser in dieser Form hat viele erstaunliche Eigenschaften, die für das Gesundheitswesen sehr spannend sind.

Dr. Gerald Pollack

Wasser als Batterie

Wie Dr. Pollack in dem Video erklärt, trennt sich Wasser, wenn es auf eine wasserliebende Oberfläche trifft, in zwei Arten von Wasser auf. Das Wasser näher an der hydrophilen Oberfläche ist negativ geladen, das Wasser weiter weg positiv. Daraus ergibt sich automatisch, dass zwischen den beiden Strom fliesst - Wasser als in sich geschlossenes Batteriesystem!

 

Die Bezeichnung EZ bedeutet Exklusions-Zone und beschreibt, dass dieses spezielle Wasser alles abstößt was nicht pur ist. z.B. Schmutzpartikel andere Elemente etc. Es säubert sich somit komplett selber. Durch Zufall fand er auch heraus, dass Licht die Entstehung dieses Wassers wesentlich begünstigt.

Wunderbarer Nutzen

Dieses negativ geladene Wasser hat nun allerlei exzentrische Eigenschaften.

Es hat eine kristalline Struktur (sehr geordnete Moleküle), dadurch ist es zähflüssiger (gel-ähnlich) und adsorbiert ultraviolettes Licht stärker und ist völlig frei von Fremdpartikeln. Außerdem hat es tatsächlich eine andere Formel nämlich nicht H2O sondern H3O2. Unglaublich nicht?

  • EZ-Wasser ist völlig frei von Fremdpartikeln und Bakterien. D.h. man kann es nutzen um aus schmutzigem Wasser Trinkwasser herzustellen.
  • Auch Salz wird exkludiert - Entsalzung von Wasser
  • Man könnte Batterien aus Wasser herstellen
  • unsere eigenen Zellen enthalten zum Teil EZ-Wasser, die für die Energieerzeugung verwendet werden.
  • Pflanzen-Zell-Wasser enthält EZ-Wasser und ist daher vermutlich besonders energiespendend (grüner Saft).
  • Kurkuma und Kokosnuss Wasser enthalten EZ.
  • Infrarotlicht begünstigt möglicherweise die Erzeugung von EZ in den menschlichen Zellen (Sauna).
  • Und natürlich fördert Sonnenlicht EZ!.

Im Grunde genommen sind vieles davon Informationen, die  viele von uns schon als Hausmittel kennen. Trotzdem finde ich es faszinierend zu wissen warum das so ist.

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Faszinierende Faszien

Faszien, die bis vor kurzem noch von der Medizin als relativ unwichtig vernachlässigt wurden finden immer mehr Beachtung. In Experimenten wurde festgestellt, dass bei Ratten, die viel Bewegung machen, die Faszien eine wunderschön strukturierte Form aufweisen, während ihre Couchpotatoe-Kollegen unter völlig verklebten chaotischen Faszien-Fasern leiden. Mittlerweile gibt es die Theorie, dass ein Großteil unserer Rückenschmerzen durch eben solche verklebten Faszien verursacht werden, was angesichts unserer Lebensweise kein Wunder wäre.

Unter dem Mikroskop kann man sehen, dass Faszien wie flüssige leuchtende Spinnweben aussehen, die in ihrer Formgebung sehr variabel sind. Sie durchziehen den gesamten menschlichen Körper: sämtliche Muskel, Organe, sogar bis in die Zellen hinein wird der Körper von ihnen durchdrungen.

 

Und jetzt kommt das besonders Spannende für die Craniosacrale Biodynamik. Nämlich, dass diese Faszien sich in einem Rhythmus von ca. 50 Sekunden ausdehen und zusammenziehen. Und das entspricht exakt dem Rhythmus der long tide, mit dem die Craniosacrale Biodynamik unter anderem arbeitet.

Eine gute Erklärung dafür, warum Craniosacrale Biodynamik bei Rückenschmerzen so gut wirkt.

Video von Faszien unter dem Mikroskop

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Trauma und Erinnerung

Steve Haines arbeitet seit vielen Jahren als Körpertherapeut in Genf und London. Im Dasein-Institut in Winterthur arbeite ich mit ihm zusammen in der Berufs-Ausbildung für Craniosacrale Biodynamik. Mir gefällt sein sehr unkomplizierter und körperlicher Zugang zu vermeintlich mentalen Themen. Unter anderem hat er zwei kleine comic-artige Büchlein zum Thema "Schmerz" und "Trauma" verfasst, in denen er kurz und prägnant und lustig darstellt, was nach heutigem Forschungsstand im Köper passiert.

Anbei sein Artikel zum Thema Trauma und die Speicherung von Trauma im Körper, den ich übersetzt habe.

 Wo werden Erinnerungen abgespeichert?

 

Wie wichtig ist es, sich an die Ereignisse eines Traumas zu erinnern, damit es heilen kann?

 

Es gibt bekannte Begriffe wie „Muskel-Gedächtnis“ oder „Zell-Erinnerung“, die hilfreich sind, aber sorgfältig angewandt werden sollten. Sie beziehen sich auf die große Bedeutung der Informationen, die in unserem Körper gespeichert werden. Damit die gespeicherten Informationen jedoch unserer bewussten Wahrnehmung zugänglich sind, muss das Gehirn in die Verarbeitung des Informationsflusses unseres Körpers involviert sein. Je nachdem, ob die Informationen im primitiven Teil des Gehirns (Unterbewusstsein) oder im Cortex (Bewusstsein) verarbeitet werden, ist eine Erinnerung explizit vorhanden oder nicht.

 

Ich habe ein Paar Lieblingsjeans mit einigen Löchern und Reparaturstellen. Die Falten und Abnutzungen des Materials sind quasi eine Erinnerung, die Jeans passt sich meinem Körper an wie keine andere. Der Faszien-Forscher Gil Hedley (2005) spricht über Faszien als „Fuzz“. Der Fuzz akkumuliert und spiegelt vergangene Zeit. Die Fasern des Körpergewebes (Muskeln, Faszien etc.) halten durch eine gewisse Klebrigkeit und Ausrichtung die Gelenke in gewohnten Haltungsmustern.

 

Denken Sie an ein kleines Kind, dass von seinem Vater angeschrien wird. Seine Schultern spannen sich an, sein Hals zieht sich zusammen und der Körper produziert Angsthormone und Aktivierungsymptome (hoher Puls, schnelle Atmung etc.). Wenn das regelmäßig passiert wird „Schulteranspannung und enger Hals“ zu einem „Aktionsmuster“ (Kozlowska et al 2015)

 

Jetzt stellen Sie sich dieselbe Person als Erwachsenen 30 Jahre später am Behandlungstisch vor. Sein Kopf und Nacken gehalten mit präsenter, sanfter und sicherer Berührung. Ein ähnlicher Zustand, wie damals, als er angeschrien wurde, entsteht plötzlich. Der Klient beginnt sich unwohl zu fühlen und denkt vielleicht an seinen Vater.

 

Das „Muskelgedächtnis“ ist die Spannung und der Tonus in der Gewebe-Struktur des Nackens (Ingber 2008) Das Zell-Gedächtnis ist die Prägung der zelluläre Rezeptoren des Körpers (lokal und ganzkörperlich), die aufgrund der wiederholten Angstreaktionen auf all die Stresshormone, Immunsystem-Signale und Entzündungs-Botenstoffe sensitiviert wurden. (Damasio und Carvalho 2013). Die „Aktionsmuster“ sind einfache, wiederkehrende Bewegungsmuster, die im Stammhirn gespeichert werden.

 

Sensornerven (Nerven, die Sinneswahrnehmungen transportieren) transportieren die Veränderung von Spannung und chemischen Prozessen im Körper zum Gehirn. Nur wenn das Gehirn auch involviert ist, entstehen Emotionen, Gefühle und Gedanken im Bewusstsein. Manchmal treten sie ins volle kognitive Bewusstsein, manchmal nicht. Aber „etwas passiert“. Eine Erinnerung wird ausgedrückt.

 

Neben expliziten Erinnerungen gibt es auch implizite Erinnerungen. (Davon habe ich erstmals von Babette Rothschild, 2000, gehört). Der Klient auf dem Behandlungstisch bekommt Angst, wenn man seinen Nacken berührt und sich zu rasch zu viel verändert, aber er weiß nicht, warum er sich ängstigt.

 

Als Therapeut, der mit Trauma arbeitet ist es wichtig den Anstieg und Wechsel in den rhythmischen Bewegungen des Körpers als implizite Erinnerungen zu erkennen. Es gibt einige gute frühe Warnsignale dafür, dass „etwas“ beginnt, sich zu zeigen.

 

Wir können helfen die richtige Geschwindigkeit für die Veränderung der Person zu finden. Die geübte Präsenz des Therapeuten kann dazu beitragen, dass der Klient die Fähigkeit zur Selbstregulation entwickelt. (Ndefo2105). Das Stammhirn (primitives Gehirn) kommt mit Worten und Konzepten nicht gut zurecht, aber es reagiert stark auf Sicherheit, Berührung und Präsenz.

 

Implizite Erinnerungen werden sehr einfach im Stammhirn codiert. Oftmals sind sie ohne Zeitbezug. Die Amygdala – ein wichtiger Teil unseres Gefahrerkennungs-Systems (LeDoux 2015) – speichert symbolische Darstellungen von Gefahr. Die Amygdala triggert „Fight-or-Flight“ (Kampf-oder-Flucht) oder „Immobilitäts“ Reaktionen (Verteidigungskette Kozlowska et al 2015) wenn sie Gefahr im empfangenen Informationsfluss ortet.

 

Wenn der Cortex involviert ist, dann werden wir eine explizite Erinnerung haben – dann können wir assoziierte Ereignisse und Zeitbezüge einordnen und mit der Aktivität im Körper in Zusammenhang bringen. Explizite Erinnerungen treten für gewöhnlich erst ins Bewusstsein, nachdem der Körper sich verändert hat. Der Hippocampus und der präfrontale Cortex hilft uns dann zu sagen „das ist mir vor 30 Jahren passiert“. Eine Aufgabe des Therapeuten ist es, diese Erinnerungen und Geschichten anzuerkennen und gleichzeitig den Klienten zu den Ressourcen im Körper und der gegenwärtigen Umgebung hin zu orientieren. „Es passiert nicht jetzt“, auch wenn der Körper laut schreit, dass er gerade jetzt Angst hat.

 

Wie Dr. David Berceli (2008), Begründer der Trauma Releasing Exercises (TRE), sage ich gerne “Du musst Dich nicht erinnern oder verstehen, um ein Trauma zu heilen”. Das Ziel ist es, die Symbole der Amygdala mit gegenwärtiger Information zu überschreiben. Der Körper ist eine großartige Quelle guter Neuigkeiten, die uns ins Jetzt bringen können.

 

Artikel von Steve Haines übersetzt von Sabine Kunz-Bauer-Eder

 

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Unsere Körpersprache beeinflusst, wer wir sind

Amy Cuddy Sozialpsychologin
Amy Cuddy

Berührender Vortrag von Amy Cuddy zum Thema Körpersprache und wie sehr sie unser Leben beeinflusst. Vielen ist bewusst, dass unser Denken sich auf unseren Körper auswirkt (siehe Placebo). Aber die Verbindung zwischen Körper und Geist ist keine Einbahnstrasse. Auch der Körper wirkt umgekehrt auf unsere Seele, unser Denken und unsere Emotionen....und unser Selbstwertgefühl.

 

 Auch in meiner künstlerischen Arbeit und in Körperarbeit-Trainings habe ich mich immer wieder mit derThematik beschäftigt und war fasziniert von dieser starken Verbindung.  Grosse Empfehlung!!

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Vegetarisches Paradies

Reformhaus Regenbogen
Regenbogen Salatbuffet

Meine Empfehlung für alle, die gerne einmal in richtig guter vegetarischer Kost schwelgen möchten: Das Reformhaus Regenbogen in der Schwarzspanierstrasse in 1010 Wien. Den kleinen Laden gibt es schon seit ca. 20 Jahren und das Team kocht noch mit genauso viel Liebe und Idealismus wie damals.

 

Was es für mich so besonders in der wachsenden Vegi-Szene macht ist, dass hier nicht versucht wird, "Fleisch-Speisen" zu ersetzen, sondern wirklich aus dem Gemüse und Getreide heraus gezaubert wird. Die Auswahl ist  beachtlich: 5 - 6 verschiedene Aufläufe täglich, 1 Tagesmenü mit leckerer Suppe und von dem riesigen Rohkost-Salatbuffet mit Superspezial-Dressings träume ich sabbernd in so mancher stillen Stunde. Schmatz!

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Du bist das Placebo - Buchempfehlung

Du bist das Placebo Buchcover Dr. Joe Dispenza

Altes Wissen über Mentalarbeit – neue wissenschaftliche Fakten und sehr unterhaltsam zu lesen.

 

Vor kurzem habe ich „Du bist das Placebo“ von Dr. Joe Dispenza geschenkt bekommen und gelesen.

 

Zentrale Botschaft ist, dass man sich selber mit der Kraft der Gedanken heilen kann. Das ist jetzt nichts unbedingt bahnbrechend Neues und viele der Gedanken und Ansätze in dem Buch kenne ich schon aus

anderen Werken…. Louise Hay, „Wahre Kraft kommt von innen“; Loyd, Johnson "the Healing Code"; Arntz, Chasse, Vicente  „What the bleeb“; Byrne und Harrington "The Secret"; Bärbel Mohr "Bestellungen beim Universum"….um nur einige zu nennen.

Trotzdem finde ich das Buch sehr inspirierend. Besonders daran sind die recht umfassenden Forschungsergebnisse von Dr. Dispenza, darüber wie sich Meditation und Mentalarbeit tatsächlich auf unser Gehirn und vegetatives Nervensystem auswirkt. Sehr beeindruckend die Hirnstromanalysen und nachgewiesenen Veränderungen der Gehirntätigkeit durch Meditation – und daher die Auswirkungen auf unser Wohlbefinden.

Auch die Fallstudien sind – wie üblich bei amerikanischen Autoren – sehr plastisch, unterhaltsam geschrieben und anregend für die eigene mentale Arbeit.

 

Die Meditationsanleitung finde ich persönlich etwas kompliziert, sehr sprachlastig vor allem im dritten Teil. Aber ich denke man kann das Wissen auch gut in eigene Meditationspraxis integrieren.

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